Heute Morgen war ich beim Schreiben meines neuen Buches, das unter anderem zahlreiche natürliche Mittel vorstellt, die das SARS-CoV-2, Influenza-A-Virus und andere Atemwegsviren hemmen, auf die Thapsia garganica gestoßen. Auf der Suche nach einem Foto wurde ich „zufälligerweise“ (die Synchronizitäten häufen sich bei mir in letzter Zeit wieder einmal) mit einer brandneuen, heute im Gießener Anzeiger veröffentlichten Studie überrascht, die verschiedene Arbeitsgruppen der pharmakologischen und virologischen Institute der JLU Gießen vorstellen. Bei ihrer Arbeit stellten die ForscherInnen fest, dass die antiviralen Effekte von Thapsigargin schon bei sehr niedrigen Konzentrationen auftreten:
„Unter Thapsigargin fallen die viralen Titer um 100- bis 1000-fach ab. Bereits eine einmalige Dosis reicht aus, um für bis zu drei Tagen die Virusreplikation vollständig zu unterbinden.“
Dabei sei Thapsigargin bei SARS-CoV-2 zehnfach besser wirksam als Remdesivir.
https://www.giessener-anzeiger.de/lokales/stadt-giessen/nachrichten-giessen/thapsigargin-hemmt-vermehrung-von-coronaviren_24519717
Der aus der Pflanze Thapsia garganica gewonnene sekundäre Pflanzenstoff Thapsigargin kann vorbeugend eingesetzt werden, um eine Infektion noch zu verhindern oder als Therapeutikum bei der Erkrankung. Er kommt in den Wurzeln und Früchten von Thapsia L-Arten vor. Zwar fürchten die Bauern aus dem westlichen Mittelmeerraum und auch aus Zentral- und Südportugal aufgrund des Giftes der Pflanze um ihr Vieh. Doch die Volksmedizin verwendet die Pflanze zur Behandlung rheumatischer Leiden, Lungenerkrankungen und weiblicher Unfruchtbarkeit. Auch hier gilt die Aussage von Paracelsus: „Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist.
Vor rund dreißig Jahren stellten Agata Jaskulska und ihre polnischen Forscherkolleginnen fest, dass aufgrund der biologischen Aktivität und der molekularen Mechanismen der Thapsigargin-Wirkung und durch den Entwicklungsprozess bei der Synthese weniger toxischer Thapsigargin-Derivate sich die Karotte des Todes als neuartiges Krebsmedikamente eignen kann (Jaskulska et al. 1990).
Sarah Al-Betai und Ihre überwiegend britischen ForscherkollegInnen konnten an einer Reihe von COVID-19-Patienten mit milder bis mittlerer Gefährdung zeigen, dass die intranasale Kombinationstherapie zu einer raschen klinischen Verbesserung bei wiederholten intranasalen Abstrich-Tests mittels PCR führte. Diese Entdeckung könne gemäß der Autoren erhebliche Auswirkungen auf die Behandlung bei künftigen Epidemien und Pandemien haben. Thapsigargin kann vorbeugend eingesetzt werden, um eine Infektion noch zu verhindern, aber auch als Therapeutikum bei der Erkrankung. Es kann beispielsweise beim einmaligen Einsatz für bis zu drei Tagen verhindern, dass sich das Virus weiter ausbreitet.
Da das anti-virale Mittel in einem sauren Milieu wie dem Magen stabil ist, kann es oral eingenommen werden und es erübrigen sich Injektionen oder Krankenhausaufenthalte. Auch stellten die Forscher fest, dass Thapsigargin nicht empfindlich auf Virusresistenz reagiert. Und es ist „mindestens um das Hundertfache wirksamer als aktuelle antivirale Optionen“.
https://www.nottingham.ac.uk/news/thapsigargin-COVID-19

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