GESUND UND SCHÖN AUCH IN „VERVIRTEN“ ZEITEN

Dass Ernährung und Bewegung unsere Gesundheit beeinflussen, ist mittlerweile ins allgemeine Bewusstsein gedrungen. Das Gleiche gilt auch für unser Denken. Wenn wir allerdings positiv denken im Sinne von: „Es wird schon alles gut werden", verleihen wir unseren Gedanken keine große Kraft. Richtig in Schwung kommen sie erst, wenn wir sie mit intensiven Emotionen verbinden und unser Ziel immer wieder vorm inneren Auge haben, genauso wie wir es erreichen wollen.

 

   Auch Ihr Verhalten beeinflusst den Wirkungsgrad Ihres Immunsystems. Sie selbst können sich gesund erhalten, indem Sie auf die Gegebenheiten des täglichen Lebens, auf Stresssituationen oder negative Nachrichten gelassen reagieren. Verhalten Sie sich dagegen zynisch oder feindselig oder unterdrücken Ihre Wut, haben Sie ein höheres Risiko, einen Herzinfarkt oder eine Arteriosklerose zu erleiden.

Angst und Panik können Ihre Körperabwehr hemmen, das mussten Sie und wir alle insbesondere in Zeiten von Corona erfahren. Tägliche negative Nachrichten und die damit verbundene Angst lösen Stressreaktionen im Körper aus. Sie spüren diese gewöhnlich an der Atmung, die nachgerade ins Stocken gerät. Und in der Folge versauern Ihre Körpersäfte. Vermeiden Sie daher wie gesagt negative Einflüsse besser mit positiven Gedanken und lächeln Sie. Auch wenn Sie den Mundwinkel-Besuch Ihrer Ohren nur vortäuschen, schüttet die Hypophyse Endorphine aus. Glückshormone generieren Sie auch, wenn Sie bewusst atmen und dabei denken, dass jeder Atemzug Sie aufheitert und Ihr Immunsystem stärkt. So können Sie in Ihrem Körper ein basisches Milieu generieren. Und vor allem natürlich, wenn Sie auch basisch essen und trinken.

 

Immer mehr Menschen sind übersäuert, sind müde, fühlen sich schlaff und haben eine unschöne Haut, weil sie den Bauch kaum mit Basenbildnern füllen. Gerade sah ich wieder eine Familie am Mittagstisch mit Pfannkuchen. Und das war es dann auch schon. Weder Salat, noch Gemüse oder Suppe, um die Säuren mit Basen abzupuffern. Auch essen viele Menschen nur Nudeln mit Ketchup oder Mayonnaise. Das ist einer der Gründe, dass mitunter schon Teenager hässliche Dellen an den Oberschenkeln haben, selbst wenn sie Leistungssport betreiben. Die Ursache ist in der Regel eine Übersäuerung des Organismus.

Daher sind auch bei der sich durch Orangenhaut zeigenden Bindegewebestörung die Basen die Basis der Behandlung: also viel Grünes! Denn die Wurzel allen Übels liegt wie gesagt in der Säure bildenden Ernährung, wie tierisches Eiweiß, Zucker, Kaffee, Cola und andere Soda-Getränke. Auch die meisten Getreidesorten und Hülsenfrüchte verstoffwechseln. Weiße Bohnen können Sie aber getrost essen. Doch gerade Sportler ernähren sich überwiegend mit Brot, Nudeln und anderen konzentrierten Kohlenhydraten. Um sich zu schützen, verdünnt der Körper die überschüssigen Säuren, puffert sie mit basischen Salzen ab und bildet Abfallhalden, die sich oft als unschöne Beulen zeigen. Diese alkalischen Mineralien entzieht er den Knochen, dem Knorpel, dem Haarboden und den Adern. Wundern Sie sich also nicht, wenn Sie nicht nur im Alter keinen Kamm mehr brauchen. Haarausfall, Gefäßkrankheiten, Zahnverfall und Osteoporose sind Zeichen eines sauren Milieus. Die Säuren werden teils ausgeschieden, teils als Abfall deponiert: im Filter des Bindegewebes, an Gelenken, Gefäßwänden und in den Ausscheidungsorganen. Wenn Sie also an Nieren-, Gallen- oder Blasenproblemen leiden, sollten Sie mal die Basen mehren, statt Spagetti zu verzehren.

 

Auch führen Hochleistungssport und andere starke körperliche Anstrengungen zu Milchsäurebildung im Körper. Sportler puffern gern die Säuren ab, indem sie vor dem Training Spirulina nehmen. Dies empfiehlt sich auch bei ungewohnten, anstrengenden Tätigkeiten. Damit können Sie für einen gesunden Muskelaufbau sorgen. Sportmediziner aus Taiwan testeten Spirulinas vorbeugende Wirkung auf Muskelschäden durch trainingsbedingten oxidativen Stress. 16 Schüler nahmen Spirulina drei Wochen lang zusätzlich zu ihrer normalen Ernährung ein. Die Ergebnisse der Blutwerte zeigten: Die Aktivität von Superoxiddismutase (SOD) nach der Supplementierung mit Spirulina war deutlich erhöht. Die Studie deutet darauf hin, dass die Aufnahme der blaugrünen Alge Muskel-Skelett-Schäden vorbeugt und die Erschöpfungszeit verringert

(Lu, HK et al.: Preventive effects of Spirulina platensis on skeletal muscle damage under exercise-induced oxidative stress. Eur J Appl Physiol.2006 Sep; 98 (2) 220-6).

 

Sollten Sie sich ausgewogen ernähren, genug Wasser trinken, jeden Tag 15 Minuten Gymnastik betreiben und dennoch Dellen an Oberschenkeln und -armen haben, bringen Sie also zuallererst Ihren Säuren-Basen-Haushalt in Ordnung, damit alle Stoffwechselprozesse reibungslos funktionieren. Neben dem Elektrolyt-, Wasser- und Sauerstoffhaushalt ist der Säure-Basen-Haushalt eines der wichtigsten Regulationssysteme unseres Körpers. Er hilft, die Funktionen des Blutes zu erhalten und sorgt für die Aktivierung von Enzymen, freundlichen Bakterien und Hormonen. Das bedeutet: viel Obst und Gemüse essen, viel Wasser trinken und konzentrierte Kohlenhydrate meiden. Denn diese entziehen dem Körper Wasser. Das heißt nicht, dass Sie nie wieder Hamburger, Spagetti oder Pizza essen dürfen. Nur die regelmäßig verzehrte Kleber-Kost ist problematisch.

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