BEFREIUNG VON DER TYRANNEI

Am 8. Mai gedenken die Menschen in verschiedenen europäischen Ländern der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht und damit dem Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa und der Befreiung vom Nationalsozialismus. Zu solch einem Zeitpunkt wird einem klar, wie glücklich wir uns schätzen können, in einem Land zu leben, wo sich die Menschen relativ frei entfalten können. In solchen Momenten denken wir auch darüber nach, dass es viele Gebiete auf der Welt gibt, wo dies nicht der Fall ist.

 

In den Niederlanden wird der Befreiungstag am 5. Mai gefeiert. Ich bin mit einem Holländer befreundet und wir feiern heute doppelt, denn wir sind seit dem 5. Mai 2019 zusammen. Daher lese ich nur noch Romane in niederländischer Sprache und derzeit den von Hans Fallada in acht Wochen geschriebenen internationalen Bestseller Alleen in Berlijn (Jeder stirbt für sich allein). Er basiert auf der wahren Geschichte von Otto und Elise Hampel, einem Ehepaar aus der Arbeiterklasse. Sie wurden allein handelnd Teil des Deutschen Widerstands und im April 1943 im Gefängnis Plötzensee durch das Fallbeil hingerichtet.

 

In den letzten zwei Corona-Jahren habe ich eine leise Ahnung davon bekommen, wie sich Freiheitseinschränkungen und Ausgrenzung anfühlen. Hätte ich mich, hätte einer von meinen FreundInnen, Verwandten und Bekannten sich gegen die NS-Diktatur aufgelehnt? Die meisten haben die Lockdowns und erheblichen sozialen Einschränkungen weniger als „Corona-Diktatur“ (ein Unwort des Jahres 2020) empfunden. Bei den Chinesen wird es anders sein. Wenn Zig-Millionen Einwohner wochenlang zu Hause eingesperrt und mit Drohnen und Roboterhunden überwacht werden, frage ich mich: Was wollen die chinesischen Herrschenden damit erreichen? Auch sie müssten doch wissen, dass die Menschen in der restlichen Welt trotz hoher Infektionsraten ihre Freiheit haben, da die Omikron-Varianten keine schweren Erkrankungen hervorrufen.

 

Ich hatte mich zu Anfang der Corona-Hysterie auch gefragt, was wollen die Herrschenden damit erreichen? Stecken die Mediziner mit den Politikern unter einer Decke? Wer etwas medizinisch geschult ist, weiß doch, dass bei jeder Virusinfektion sofort behandelt werden muss. Warum wurde gesagt, Corona sei ein neues Virus? Wahrscheinlich deshalb, um behaupten zu können, dass es keine Behandlung gibt und man abwarten müsse. Aber warum diese Lüge? Das habe ich nicht verstanden. Dann geben schon eher die sogenannten Verschwörungstheorien einen Sinn. Denn immer, wenn Maßnahmen aufgrund von Lügen durchgesetzt werden, muss man sich fragen, was da im Busch ist. Das setzt allerdings gründliche Information voraus. Nicht jeder ist die Gesundheit betreffend so gut informiert, um Lügen entlarven zu können bzw. zwischen wahren Wissenschaftlern und Pseudo-Wissenschaftlern unterscheiden zu können. Daher ist es enorm wichtig, in allen Richtungen offenzubleiben und kritisches Hinterfragen nicht zu versäumen.

Ich denke da gerade an den Internisten Thorsten Mahn, der eine Lehrpraxis hatte, die ihm die Universität Leipzig kündigte, da er aufgrund von Patienten, die sich nur impfen lassen wollten, da es von ihnen verlangt wurde oder die über gesundheitliche Probleme nach der Impfung klagten, nicht mehr impfen wollte. Ein von Patienten und Studenten äußerst geschätzter, dem Eid des Hippokrates verpflichteter Arzt!

 

Jetzt bin ich etwas abgeschweift. Auch derzeit geht es wieder darum, einer verbrecherischen Kriegs-Maschinerie ein Ende zu bereiten. Ich möchte jetzt nicht in der Haut der Regierungsverantwortlichen stecken. Aber sie wollten ja die Macht.


Ein althebräisches Wort sagt: „Widerstand gegen Tyrannei ist Gehorsam zu Gott.“ Und dass Widerstand geleistet wurde, sollte auch bei der Befreiungsfeier nicht vergessen werden. Zu jenen, die ihr Volk und ihr Land zu retten suchten, das durch die unaussprechlichen Verbrechen des Naziregimes beschmutzt und belastet wurde, gehörten neben einer ganzen Menge Namenloser vor allem Claus von Stauffenberg, aber auch Dietrich Bonhoeffer. Und sogar mein Prof. Wolfgang Jäger, der vor 60 Jahren in Heidelberg meinen Grauen Star gestochen hatte. Ich wüsste gar nichts davon, wenn ich nicht als Teenager in der Küche Geschirr abtrocknend plötzlich in unserem Wohnzimmer seine Stimme gehört hätte. Im TV in einer Gesprächsrunde hatten sich einige Widerstandskämpfer unterhalten.

 

Ich bitte meine Leser, bei allem, was geschieht, genau hinzuhören und nicht unreflektiert alles hinzunehmen, was uns Mainstream-Wissenschaftler, Politik und Medien vorsetzen. Und immer lohnt sich die Frage: Cui bono? Wem nützt es?

 


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